Mitteilungen

Heimatblätter in Farbe
Das Heft 46 der Weilerswister Heimatblätter präsentiert sich mit einem veränderten Outfit: Das Titelblatt auf der vorderen Umschlagseite wurde neu gestaltet, und alle Seiten sind jetzt durchgängig im Farbdruck hergestellt. So erhält künftig jedes Heft durch das wechselnde Titelbild sein sofort ins Auge fallendes besonderes "Erkennungszeichen", und die Abbildungen zu den einzelnen Beiträgen werden durch die Farbe authentischer und eindrucksvoller.

 

Buch "Chronik der Schulen Lommersum  und Derkum"
200 Jahre Volksschulen Lommersum und Derkum
Es ist soweit! Der Geschichts- und Heimatverein der Gemeinde Weilerswist gibt die Schulchronik der Volksschulen Lommersum und Derkum heraus.

Was erwartet die Leser? Die Schulchronik ist ein Spiegelbild der historischen Ereignisse in unserer Gemeinde. Seit 1872 waren die Volksschulen in Preußen verpflichtet, in einer Chronik die schulische Entwicklung darzustellen, aber auch die Ereignisse in der Gemeinde zu schildern. So enthält die Schulchronik von Lommersum eine ausführliche Schilderung der Kaiserparade mit einem anschließenden weit über die Grenzen von Lommersum hinausgehenden militärischen Manöver von 1884.

Ausführlich werden auch die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Gemeinde Lommersum geschildert, ebenso die Nachkriegszeit mit der Besetzung des Ortes durch die Siegermächte. Auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Währungsreform lebt wieder auf.

Wie hat sich der Schulunterricht in den Jahrzehnten verändert? Dies können Sie der Schulchronik entnehmen. In Lommersum beginnt die Chronik 1814 und endet im Jahr 2009. Die Chronik der Volksschule Derkum beginnt 1946 und endet 1969. Aus alten Akten haben wir einige Daten der Schule vor 1946 rekonstruiert. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler der Schulen Lommersum und Derkum werden sich wiederfinden. Dazu haben wir eine erhebliche Anzahl von Bildern in Schwarz-Weiß, aber auch in Farbe in den Text eingefügt.

Da wir uns klar darüber sind, dass noch viel mehr Material über die Schulen und ihre Schüler und Lehrer in den Familien aufbewahrt wird, werden wir einen Sonderband zusätzlich herausgeben, wenn uns weitere Bilder oder Texte zur Verfügung gestellt werden.

Das Buch in Farbdruck mit seinen 512 Seiten kostet 20 €. Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins erhalten diese Ausgabe kostenlos. Es lohnt sich daher, Vereinsmitglied zu werden.

Wo kann man das Buch erwerben? Wenden Sie sich bitte in Ottenheim an die Praxis für Krankengymnastik Gisela Goebel, Euskirchener Straße 202, in Lommersum an den Ortsbürgermeister Heinz Oberrem im Wichtericher Weg 2 oder an die Bären-Apotheke am Kaiser-Wilhelm-Platz.
In Weilerswist verkauft die bft-Tankstelle Simon an der Kölner Straße 22 die Chronik.

 

Tag der offenen Tür am 24.09.2016 im Haus Heskamp
Der Geschichts- und Heimatverein hatte zum dritten Mal zum "Tag der offenen Tür" ins Haus Heskamp eingeladen.

 Es gab ein interessantes Angebot mit folgenden Themen:

- Funde aus der Römerzeit von Ausgrabungen auf unserem Gemeindegebiet
- Die Wasserburg Derkum - eine Spurensuche

- Modelle der Burg Groß- und Klein-Vernich, sowie Burg Müggenhausen
- Die Weilerswister Schulen - Schulchroniken und Klassenfotos aus vergangenen Zeiten
- Der Absturz einer JU 88 in Müggenhausen/Straßfeld
- Weilerswist im Zweiten Weltkrieg - verschollene Soldaten unserer Gemeinde
- Kartenausstellung

(Fotos)

 

Informationstafel für die Römische Nebenstraße bei Schwarzmaar
Am 16. Dezember 2015 wurde die Informationstafel für die römische Nebenstraße, auch Billiger Römerstraße genannt, zwischen Wesseling und Marmagen Öffentlichkeit und Presse präsentiert.

Die Informationstafel konnte durch umfangreiche Vorarbeiten von Frank Wilde-Kutsch, der auch die Idee hierzu hatte und durch den Metternicher Schüler Felix Jüssen, der eine Zeichnung der Straße anfertigte, hergestellt werden.

Die römische Straße wurde wahrscheinlich am Ende des ersten Jahrhundert nach Christus erbaut. Bei Nettersheim-Marmagen bog sie von der Agrippastraße ab, die selbst von Trier nach Köln führte. Als Nebenstraße der Agrippastraße führte sie durch Euskirchen, Billig und Metternich und endete im römischen Heerlager in Wesseling. Die Straße, 6 bis 8 Meter breit, der Untergrund festgestampft und mit Kies beworfen, wurde im Allgemeinen gradlinig auf das Ziel zugeführt. Wenn größere Bachläufe oder Steigungen dies nicht ermöglichten, wurde die gerade Linie verlassen, um baldmöglichst wieder in die Hauptrichtung einzulenken. Markante Punkte der Straße sind die Anbindung an die römische Siedlung Belgica Vicus in der Nähe von Billig, die Erftüberquerung nördlich von Roitzheim, der Hohlweg südwestlich von Metternich und die Überquerung der Swist bei Metternich.

Die Hinweistafel des Geschichtsvereins kann an der Rheinbacher Straße zwischen Schwarzmaar und Müggenhausen besichtigt werden.(Fotos)

 

Buchprojekt "Erlebte Geschichte 1930 - 1950"
Zur Zeit ist ein Buch in Arbeit, nämlich die Erforschung und Aufarbeitung der Jahre 1930 bis 1950 im Gemeindegebiet Weilerswist und seiner Umgebung. Sie soll in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Luftkriegsgeschichte erfolgen. Dem Verein liegen zu diesem Thema bereits zahlreiche Zeitdokumente vor (Tagebücher, Flugblätter, Fotos etc.). Wenn Sie uns ähnliche Unterlagen ausleihen oder über persönliche Erlebnisse berichten können, melden Sie sich beim Vorsitzenden Peter Kraut, Inselstr. 19, 53919 Weilerswist oder Telefon 02254/844192.

Über dieses Projekt wurden zwei Artikel in der Kölnischen Rundschau veröffentlicht
am 25.01.2011 und 02.02.2011 (pdf-Format).

 

2011 feierte der Geschichts- und Heimatverein sein 25jähriges Bestehen
Im Juni 1986 wurde der Verein gegründet. Die ersten Vorstandsmitglieder waren Bernhard Thywissen, Dr. Ulrich Gall, Josef Scholl, Dr. Wolfram Hagspiel und Hermann Außem. Dem Beirat gehörten Hans Rhiem, Gabriel Jüssen, Bernd Meyerhoff, Wolfgang Peltzer und Dr. Franz Schorn an.
1987 führte die erste Exkursion nach Lommersum und 1988 erschien das erste Heft der "Weilerswister Heimatblätter".

Am 05.11.2011 feierte der Verein mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sein 25jähriges Bestehen. (Fotos)

 

Ausgrabungsstätte in Groß-Vernich
Bei Groß-Vernich wurde ein 2500 Jahre altes Vorratslager aus der Eisenzeit entdeckt. Das Grabungsteam des LVR aus Nideggen-Wollersheim unter der Leitung von Petra Tutlies hat 2011 eine etwa 500 vor Christus angelegte Siedlung ausgegraben, die vermutlich hauptsächlich als Vorrats- und Lagerplatz diente.

Auf der ca. drei Hektar großen Fläche wurden nur wenige Häuser, aber über 100 Vorratsgruben freigelegt. Die runden Gruben sind um die 1,40 m tief und haben einen Durchmesser von 70 bis 140 cm.

Ein besonderer Fund ist ein 80 cm hohes und 60 cm breites Vorratsgefäß aus Ton, das in Bonn restauriert wird. Noch weiß man nicht was es enthalten hat.

Mittlerweile ist die Ausgrabung abgeschlossen und das Gelände von einer Kiesfirma ausgebaggert worden. (Fotos)